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24.09.2020

IVD: Baukindergeld sollte entfristet werden

Das Bundeskabinett hat das Baukindergeld um drei Monate verlängert. Die staatliche Förderung können junge Familien fortan beantragen, die bis zum 31. März 2021 eine Baugenehmigung erhalten oder eine Immobilie kaufen. Dazu Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes Deutschland IVD:

„Wir begrüßen die Verlängerung des Baukindergeldes, würden uns aber eine komplette Entfristung wünschen. Die Pandemie sorgt unter der Bevölkerung einerseits für Verunsicherung und Zukunftsängste, auf der anderen Seite wird der Wunsch nach Wohneigentum immer größer. Die Corona-Krise hat zudem viele Menschen daran gehindert, Ankauf oder Bauplanung von Wohnung oder Haus fristgerecht abzuschließen. Diesen schwierigen Umständen sollte die Politik mit einer Entfristung entgegentreten. Bereits über eine Viertelmillion junger Familien mit Kindern hat es dank Baukindergeld in die eigenen vier Wände geschafft. Corona darf diese Erfolgsgeschichte nicht vorzeitig beenden. Die Fristverlängerung um drei Monate greift zu kurz.“

 

18.08.2020 

Leerstände in Mittel- und Kleinstädten bieten erhebliches Potenzial

„Neben dem Wohnungsneubau muss auch die Reaktivierung des Wohnungsbestands wieder näher in den Fokus rücken. Die Leerstände gerade in Mittel- und Kleinstädten bieten hierbei ein erhebliches ungenutztes Potenzial.“ Das sagt Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes Deutschland IVD, heute in Berlin und bezieht sich dabei auf die aktuellen Baugenehmigungszahlen.

Schick verweist auf Studien, wonach bis zu 1,8 Millionen Wohnungen aktuell leer stehen und somit ungenutzt sind. Diese Leerstände sind insbesondere in Mittel- und Kleinstädten in ländlichen Gebieten vorzufinden.

„Aktuell erleben wir, wie die Nachfrage nach Wohnraum gerade in kleinen Städten und Gemeinden auch corona-bedingt wieder steigt. Homeoffice und weitere flexiblere Arbeitsplatzmodelle sowie günstigere Mieten bei größeren Wohnflächen machen das Wohnen in kleineren Städten wieder attraktiver. Das passende Angebot muss dafür vielerorts nicht neu geschaffen, sondern lediglich dem Markt wieder zugeführt werden“, sagt Schick. Entscheidend dafür sei aber, dass die Verkehrs- und Dateninfrastruktur in diesen Regionen massiv ausgebaut und Versorgungseinrichtungen für Alt und Jung geschaffen werden.

„Die Attraktivität dieser Gemeinden ist das Zünglein an der Waage, mit der Bestände wieder reaktiviert werden können. Es besteht die Chance, kleine Städte und Dörfer wieder zu beleben und die Metropolen dadurch zu entlasten“, sagt der IVD-Präsident.

Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilt, stieg die Zahl genehmigter Wohnungen zwischen Januar und Juni 2020 um 7,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Juni 2020 wurden für insgesamt 30.100 Wohnungen Baugenehmigungen erteilt, 24,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Zahl genehmigter Wohnungen in Mehrfamilienhäusern stieg um 25,1 Prozent auf 18.475. Die Zahl genehmigter Eigentumswohnungen betrug 6.560, das sind 12,2 Prozent weniger als im Juni 2019.

 

 

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